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Berufsbilder der InformatikAm Beispiel Linzer Absolventinnen und Absolventen Was kann man werden, wenn man in Linz Informatik studiert hat? In welchen Bereichen arbeiten InformatikerInnen und wie sehen die Jobaussichten aus? Diese Seite gibt Antwort auf diese Fragen, indem sie einige Informatik-AbsolventInnen der Universität Linz zu Wort kommen lässt.
Eschelbecks Tätigkeitsfeld konzentriert sich auf Forschung und Leitung von multinationalen Software Teams, bestehend aus Informatikern aus über 20 Nationen. Computersicherheit ist einer der am schnellsten wachsenden Bereiche, und als CTO gilt es Trends zu erkennen und rasche Entscheidungen zu treffen, um Hackern eine Kopflänge voraus zu sein. Als renommierter Sicherheitsexperte hält Eschelbeck zahlreiche Vorträge auf Fachkonferenzen, und leitet technische Verhandlungen mit Großkunden weltweit. Eine persönliche Herausforderung war eine Einladung als Sachverständiger zu einem Hearing über Computerviren- und Hacker-Abwehr beim US-Kongress in Washington DC. Eschelbeck sagt: "Die solide Informatikausbildung an der Universität Linz hat mir ermöglicht, im internationalen Umfeld erfolgreich zu sein und mit technischem Wissen ein Software-Unternehmen aufzubauen und zu führen."
Bei meinen Tätigkeiten benötige ich vielfältige Kenntnisse aus den unterschiedlichsten Bereichen der Informatik, für die an der Universität Linz ein solider Grundstock gelegt wurde.
In the natural sciences, they study a world as it is. In engineering, we build a world as it should be. Computer science is, in this sense, the purest of all engineering disciplines, as the construction of software is least constrained by physical laws. A computer scientist, as opposed to a programmer, builds not only artifacts but also the laws that govern them. This allows for a great deal of creativity and at the same time imposes a great deal of responsibility.
Jetzt ist daraus die eigene Firma geworden, die Virtual-Reality-Trainingssysteme für alle Bereiche anbietet. "Virtual Reality verlangt Vielseitigkeit: eigentlich wird kein Teilgebiet der Informatik ausgespart. Auch psychologische Aspekte sind bei der Konstruktion von Simulatoren und Trainingsszenarien entscheidend - und durch die Zusammenarbeit mit Künstlern und Designern schärft man den Sinn für Ästhetik. Alles unter einen Hut zu bringen, das ist die eigentliche Herausforderung!"
Wenn man für ein Produkt verantwortlich ist, wird man täglich neu gefordert: ein Produkt will schließlich auf den Markt abgestimmt sein, um erfolgreich zu sein. Hüttner vergleicht sich selbst mit "einem Mädchen für alles, das in der Kommunikation mit Kunden, im Verkauf, im Marketing, in der Entwicklung und im Top-Management viele koordinierende Aufgaben hat."
Heute arbeitet Thomas Kotzmann für Google in dessen größtem europäischen Entwicklungszentrum in Zürich. Er leitet dort die Entwicklung verschiedener Programme, die Googles Anwendungen am Laufen halten. Die Problemstellungen sind so spezifisch, dass die Arbeit viele Möglichkeiten bietet, Forschung zu betreiben und innovative Lösungsansätze auszuprobieren. "Die Informatik ist für mich so reizvoll, weil sie in den unterschiedlichsten Wissensgebieten benötigt und genutzt wird. Als Informatiker hat man dadurch ein weites und abwechslungsreiches Betätigungsfeld und kann vielfach seinen persönlichen Neigungen und Interessen nachgehen."
Nach Abschluss des Studiums wurde ich Mitarbeiterin der voestalpine Stahl GmbH. Ich bekleidete unterschiedliche Funktionen von Systemprogrammierung über Softwareentwicklung bis zur SAP-SD Einführung. 1998 wechselte ich zur Organisationsentwicklung, weil ich mir durch mein Doktoratsstudium eine zweite Kompetenzsäule in diesem Bereich aufgebaut hatte. In der Personal- und Organisationsentwicklung bin ich derzeit verantwortlich für Wissens- und Kompetenzmanagement. Diese Fachgebiete haben einen engen Bezug zur Informatik, ohne die professionelles Wissensmanagement nicht möglich wäre. Das Spannende an meinem Job ist diese enge Verknüpfung von Human Resources mit Informatik, eine Kombination, die es in sich hat. Neben meinem Hauptberuf bin ich auch Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Eisenstadt und an der Donau-Universität in Krems.
"Gemeinsam mit den Mitarbeitern ein Forschungsunternehmen von beachtlicher Größe aufbauen und sehen, dass es funktioniert und sich positiv entwickelt, das ist ein gutes Gefühl. Dabei schätze ich aber auch, dass ich in meinem Gebiet, der Informatik, an vorderster Front zu innovativen Lösungen beitragen kann."
Der Beruf des HTL-Lehrers bietet viel Abwechslung: einerseits muss man die verschiedenen Bereiche der Informatik für Schüler verständlich aufbereiten, andererseits muss man auch selbst immer auf dem neuesten Stand bleiben. Angenehm ist, dass man sich einen Teil der Arbeitszeit selbst einteilen kann (z.B. die Vorbereitung und Korrektur von Arbeiten). Ähnliches gilt für die einzelnen Fächer, die man teilweise nach eigenen Interessen gestalten und in die man eigene Ideen einbringen kann. Damit bleibt viel Spielraum für kreatives Arbeiten. Am meisten Befriedigung erhält man jedoch, wenn man bei den Schülern die Begeisterung für Technik wecken kann und wenn man sieht, wie sie lernen die Arbeitsweise von Computern zu verstehen.
Im September 2000 ergab sich mit der Gründung der Linzer Niederlassung der Firma Comneon eine neue berufliche Herausforderung. Die Comneon ist eine 100% Tochter von Infineon und erstellt Software für GSM-Mobiltelefone. Als erster Mitarbeiter der Niederlassung in Linz war ich für die administrative und technische Leitung verantwortlich. Unter meiner Leitung entstand das auf den GSM-Mobilfunkbereich spezialisierte Application Framework APOXI. 2003 fokussierte ich mich wegen der rasant wachsenden Aufgaben auf die technische Leitung. Mittlerweile arbeiten knapp 60 hochqualifizierte Mitarbeiter am Standort Linz. Mehrere Produkte wurden erfolgreich in den Verkauf gebracht. In der täglichen Arbeit kommunizieren wir weltweit mit über einem Dutzend anderer Infineon-Standorte und einer Vielzahl von Partnerfirmen und Kunden vor allem in Asien. Gerade diese internationale Ausrichtung und die Herausforderung, die technische Weiterentwicklung an vorderster Front mitgestalten zu können, empfinde ich als die spannendsten Elemente meiner Tätigkeit.
Mit dem Einstieg in die Firma DICE, die nun schon weit über 100 hoch qualifizierte Mitarbeiter beschäftigt, wandelte sich mein Tätigkeitsprofil hin zur Koordination mehrerer Projekte und zur Steuerung der gesamten Entwicklungsleistung. Die Firma DICE entwickelt im Auftrag von Infineon Technologies Halbleiter-Chips vorwiegend für den Bereich Wireless (Mobile Phones) und Automotive. Daneben bin ich als externer Lektor an der FH Hagenberg und zeitweise als Lehrbeauftragter an der JKU tätig. Das Informatik-Studium hat mir das Wissen vermittelt, wie mit komplexen Zusammenhängen effizient umzugehen ist.
Die Wanderung auf dem Grat zwischen Forschung und Praxis macht es möglich, einerseits in internationalen Forschungsgemeinschaften integriert zu sein und andererseits an der Entwicklung konkreter Produkte mitzuarbeiten. Das gilt besonders für die Themen, die mir im Moment am wichtigsten sind, Product Line Engineering und Software Architekturen. Tagtäglich arbeite ich einerseits mit Unterstützung ausgezeichneter Doktoranden und Diplomanden an innovativen Konzepten, die auf internationalen Konferenzen vorgestellt werden. Andererseits unterstütze ich Produktentwicklungsgruppen dabei, neue Techniken und Vorgehensweisen zu lernen und sehe, wo sich Theorie und Praxis decken. Mein Beruf hat nach 14 Jahren nichts vom Reiz verloren.
"Mich reizt an meinem Beruf, dass ich alle Aspekte der Entwicklung eines Software-Produktes oder einer IT-Dienstleistung in einer Management-Position begleiten kann. Kundenkontakt, Teamarbeit, Projektmanagement, Planung, Organisation, Strategie- und Personal-Entwicklung, Controlling, Führung - alles Themen, mit denen ich täglich beschäftigt bin. Das Informatik-Studium war der erste Baustein dafür, diese Aufgaben auch erfolgreich bewältigen zu können. Die Branchenunabhängigkeit des Informatik-Studiums war und ist ein großer Vorteil dieses zukunftsträchtigen Ausbildungsweges." Neben seinem Hauptberuf ist Hermann Sikora u. a. Honorarprofessor an der Universität Linz, Aufsichtsrats-/Beiratsmitglied verschiedener Informatik-Firmen und -Institutionen, Autor von Fachpublikationen sowie Vortragender auf internationalen Konferenzen.
Die interessantesten Dinge, die mir im Berufsleben so unterkommen, verpacke ich alle paar Semester in eine neue Lehrveranstaltung. So schließt sich der Kreis von der Uni zur Wirtschaft zurück zur Uni, wenn auch nur für einige Tage im Jahr.
Seit Sommer 2007 arbeite ich im Entwicklerteam der Linzer Telekommunikationsfirma Emporia, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Mobiltelefone für die Bedürfnisse älterer Menschen zu entwickeln. Mein Arbeitsplatz befindet sich derzeit in Shenzhen (China), wo ich mir einen Überblick über die Entwicklung und Produktion unserer Handys verschaffe, um zukünftig von Österreich aus an neuen Projekten im Bereich Mobiltelefone für besondere Ansprüche (u.a. im Medizinbereich) arbeiten zu können. Seit meinem ersten Handy (vor ca. 10 Jahren) bin ich von diesen kleinen Computern fasziniert. Auf der Uni lernte ich die Technologien dahinter kennen und in verschiedenen Projekten mit den Geräten zu arbeiten. Und heute kann ich selbst bei der Entwicklung von neuen Handys mitwirken.
Im November 2005 wurde sie an die Universität Koblenz-Landau berufen. Sie vermittelt einerseit Methoden und Techniken der Analyse und Modellierung von Informationssystemen. Andererseits lehrt und forscht sie an Anwendungen der IKT im Kontext von E-Government und E-Partizipation. Sie ist in eine Vielzahl an EU-Forschungsprojekten involviert. Maria Wimmer sagt: "Das Spannende in meinem Bereich ist, dass die Informatik so viele Möglichkeiten bietet, um alte Verwaltungsstrukturen und Aktenläufe zu verbessern und komplexe Gesetzestexte sinnvoll aufzubereiten. Insbesondere die Herausforderungen des Binnenmarktes der EU sichern weiterhin eine Fülle an komplexen Aufgabenstellungen für die Wissenschaft." |