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Berufsbilder der Informatik

Am Beispiel Linzer Absolventinnen und Absolventen


Was kann man werden, wenn man in Linz Informatik studiert hat? In welchen Bereichen arbeiten InformatikerInnen und wie sehen die Jobaussichten aus? Diese Seite gibt Antwort auf diese Fragen, indem sie einige Informatik-AbsolventInnen der Universität Linz zu Wort kommen lässt.


Bild von Dr. Gerhard Eschelbeck Univ.-Doz. Dr. Gerhard Eschelbeck
CTO & Senior Vice President Engineering, Webroot Inc., Kalifornien
Sponsion 1993, Promotion 1996, Habilitation 2000

Gerhard Eschelbeck ist einer der vielen Linzer Informatiker, die im In- und Ausland Karriere gemacht haben. Seit 1996 ist er im Silicon Valley tätig und war beim Aufbau von Unternehmen wie McAfee, Network Associates, und Qualys maßgeblich beteiligt. Heute ist er Chief Technology Officer (CTO) bei Webroot Inc. in Kalifornien.

Eschelbecks Tätigkeitsfeld konzentriert sich auf Forschung und Leitung von multinationalen Software Teams, bestehend aus Informatikern aus über 20 Nationen. Computersicherheit ist einer der am schnellsten wachsenden Bereiche, und als CTO gilt es Trends zu erkennen und rasche Entscheidungen zu treffen, um Hackern eine Kopflänge voraus zu sein. Als renommierter Sicherheitsexperte hält Eschelbeck zahlreiche Vorträge auf Fachkonferenzen, und leitet technische Verhandlungen mit Großkunden weltweit. Eine persönliche Herausforderung war eine Einladung als Sachverständiger zu einem Hearing über Computerviren- und Hacker-Abwehr beim US-Kongress in Washington DC.

Eschelbeck sagt: "Die solide Informatikausbildung an der Universität Linz hat mir ermöglicht, im internationalen Umfeld erfolgreich zu sein und mit technischem Wissen ein Software-Unternehmen aufzubauen und zu führen."


Bild von DI Birgit Garn Dipl.-Ing. Birgit Garn
Softwareentwicklerin und Projektmanagerin, Softwaretechnik GmbH, Traun
Sponsion 2007

Ich arbeite bei der Firma Softwaretechnik GmbH, die Logistik-Software für einen weltweit tätigen Konzern erstellt. Die Herausforderung in meinem Beruf ist, dass ich die volle Verantwortung für die mir übertragenen Projekte von Anfang bis zum Ende habe. Dies beginnt mit der Erarbeitung der Anforderungsanalyse zusammen mit dem Kunden, dem Entwurf und der Implementierung. Es beinhaltet aber auch, die Installation beim Kunden erfolgreich durchzuführen und für nachfolgende Wartungsarbeiten und Updates verantwortlich zu sein.

Bei meinen Tätigkeiten benötige ich vielfältige Kenntnisse aus den unterschiedlichsten Bereichen der Informatik, für die an der Universität Linz ein solider Grundstock gelegt wurde.


Bild von Dr. Tom Henzinger Univ.-Prof. Dr. Tom Henzinger
Professor of Computer Science, ETH Lausanne, formerly University of California, Berkeley
Sponsion 1987, Promotion 1991 (Stanford)

As they say, the life of a professor at a top research university is 50% teaching, 50% administration, and 100% research. One has to love this job, all 200% of it, to do it, but luckily it offers immense gratification. To gain an insight that no one has had before, or to see an advisee mature and surprise you with her own discoveries, those are priceless moments.

In the natural sciences, they study a world as it is. In engineering, we build a world as it should be. Computer science is, in this sense, the purest of all engineering disciplines, as the construction of software is least constrained by physical laws. A computer scientist, as opposed to a programmer, builds not only artifacts but also the laws that govern them. This allows for a great deal of creativity and at the same time imposes a great deal of responsibility.


Bild von DI Dr. Roland Holm Dipl.-Ing. Dr. Roland Holm
Mitbegründer und Ko-Geschäftsführer von Phenomatics Virtual Reality Software GmbH
Sponsion 1999, Promotion 2003

Roland Holm hat sich schon während des Studiums auf Computergrafik spezialisiert. Von 1999 bis 2003 war er Forschungsassistent im Bereich Virtual Reality und arbeitete an einem Projekt für die OMV mit, bei dem ein Virtual-Reality-Trainingssimulator für Raffineriearbeiter entstand. Da es zu gefährlich oder zu teuer wäre, das richtige Handeln bei Katastrophen oder Notfällen in der Realität zu trainieren, erlaubt dieser Simulator, in eine virtuelle Welt einzutauchen und sich dort gefahrlos auf solche Situationen vorzubereiten.

Jetzt ist daraus die eigene Firma geworden, die Virtual-Reality-Trainingssysteme für alle Bereiche anbietet. "Virtual Reality verlangt Vielseitigkeit: eigentlich wird kein Teilgebiet der Informatik ausgespart. Auch psychologische Aspekte sind bei der Konstruktion von Simulatoren und Trainingsszenarien entscheidend - und durch die Zusammenarbeit mit Künstlern und Designern schärft man den Sinn für Ästhetik. Alles unter einen Hut zu bringen, das ist die eigentliche Herausforderung!"


Bild von DI Thomas Hüttner Dipl.-Ing. Thomas Hüttner
Produktmanager, Utimaco Safeware AG
Sponsion 1998

Thomas Hüttner arbeitet heute in einem Produktmarketing-Team der Firma Utimaco Safeware und ist Spezialist für Chipkarten und Dateiverschlüsselungsprodukte. Als Produktmanager begleitet er den Lebenszyklus von Sicherheitssoftware und kümmert sich von der ersten Idee an um "seine Produkte".

Wenn man für ein Produkt verantwortlich ist, wird man täglich neu gefordert: ein Produkt will schließlich auf den Markt abgestimmt sein, um erfolgreich zu sein. Hüttner vergleicht sich selbst mit "einem Mädchen für alles, das in der Kommunikation mit Kunden, im Verkauf, im Marketing, in der Entwicklung und im Top-Management viele koordinierende Aufgaben hat."


Bild von DI Dr. Thomas Kotzmann Dipl.-Ing. Dr. Thomas Kotzmann
Software Engineer / Tech Lead, Google Zürich
Sponsion 2002, Promotion 2006

Das Interesse an der Informatik packte Thomas Kotzmann schon im Gymnasium, und so fiel die Entscheidung für das Informatikstudium an der Universität Linz nicht schwer. Nach Abschluss des Studiums folgte ein dreimonatiges Internship bei Sun Microsystems in Kalifornien. Anschließend arbeitete Thomas Kotzmann als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Systemsoftware der JKU. In dieser Zeit verfasste er eine Dissertation im Bereich Übersetzerbau und promovierte 2006 unter den Auspizien des Bundespräsidenten.

Heute arbeitet Thomas Kotzmann für Google in dessen größtem europäischen Entwicklungszentrum in Zürich. Er leitet dort die Entwicklung verschiedener Programme, die Googles Anwendungen am Laufen halten. Die Problemstellungen sind so spezifisch, dass die Arbeit viele Möglichkeiten bietet, Forschung zu betreiben und innovative Lösungsansätze auszuprobieren.

"Die Informatik ist für mich so reizvoll, weil sie in den unterschiedlichsten Wissensgebieten benötigt und genutzt wird. Als Informatiker hat man dadurch ein weites und abwechslungsreiches Betätigungsfeld und kann vielfach seinen persönlichen Neigungen und Interessen nachgehen."


Bild von DI Dr. Angelika Mittelmann Dipl.-Ing. Dr. Angelika Mittelmann
Personal- und Organisationsentwicklung, voestalpine Stahl GmbH
Sponsion 1982, Promotion 1998

Nach dem Realgymnasium mit Schwerpunkt EDV entschied ich mich für das Informatikstudium an der Universität Linz. Durch meine Programmierkenntnisse fiel mir das Studium nicht schwer und ich konnte bereits im dritten Semester EDV-Projektarbeiten in der voestalpine übernehmen. Meine Diplomarbeit fasste ich im Forschungsbereich der Firma Siemens in München ab, was durch den engen Bezug zur Grundlagenforschung in der Telekommunikation besonders interessant war.

Nach Abschluss des Studiums wurde ich Mitarbeiterin der voestalpine Stahl GmbH. Ich bekleidete unterschiedliche Funktionen von Systemprogrammierung über Softwareentwicklung bis zur SAP-SD Einführung. 1998 wechselte ich zur Organisationsentwicklung, weil ich mir durch mein Doktoratsstudium eine zweite Kompetenzsäule in diesem Bereich aufgebaut hatte. In der Personal- und Organisationsentwicklung bin ich derzeit verantwortlich für Wissens- und Kompetenzmanagement. Diese Fachgebiete haben einen engen Bezug zur Informatik, ohne die professionelles Wissensmanagement nicht möglich wäre. Das Spannende an meinem Job ist diese enge Verknüpfung von Human Resources mit Informatik, eine Kombination, die es in sich hat. Neben meinem Hauptberuf bin ich auch Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Eisenstadt und an der Donau-Universität in Krems.


Bild von DI Dr. Klaus Pirklbauer Dipl.-Ing. Dr. Klaus Pirklbauer
Geschäftsführer der Software Competence Center Hagenberg GmbH
Sponsion 1989, Promotion 1994

Als Geschäftsführer des Software Competence Centers Hagenberg ist Klaus Pirklbauer an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft tätig. Mit neuesten Technologien die Anforderungen der Wirtschaft zu erfüllen, ist eine spannende Aufgabe. Ständige Einarbeitung in neue Bereiche und permanentes Lernen auch im eigenen Bereich, der Informatik, gehören dazu. Das macht den Job interessant und abwechslungsreich. Als Geschäftsführer hat man zwar viel mit organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Aufgaben zu tun, der große Handlungsspielraum bietet aber auch viele Möglichkeiten. Da ist nicht nur fachliches Know-how, sondern auch Geschick im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern gefragt.

"Gemeinsam mit den Mitarbeitern ein Forschungsunternehmen von beachtlicher Größe aufbauen und sehen, dass es funktioniert und sich positiv entwickelt, das ist ein gutes Gefühl. Dabei schätze ich aber auch, dass ich in meinem Gebiet, der Informatik, an vorderster Front zu innovativen Lösungen beitragen kann."


Bild von DI Martin Rammerstorfer Dipl.-Ing. Martin Rammerstorfer
Informatiklehrer an der HTL Traun
Sponsion 1999

Nach dem Studium entwickelte Martin Rammerstorfer zunächst zwei Jahre lang für eine amerikanische Firma Programmierumgebungen und war dann weitere zwei Jahre lang Mitarbeiter in einem Forschungsprojekt an der Universität Linz. Heute arbeitet er als Informatiklehrer an einer HTL, wo es ihm viel Freude bereitet, mit Jugendlichen zu arbeiten.

Der Beruf des HTL-Lehrers bietet viel Abwechslung: einerseits muss man die verschiedenen Bereiche der Informatik für Schüler verständlich aufbereiten, andererseits muss man auch selbst immer auf dem neuesten Stand bleiben. Angenehm ist, dass man sich einen Teil der Arbeitszeit selbst einteilen kann (z.B. die Vorbereitung und Korrektur von Arbeiten). Ähnliches gilt für die einzelnen Fächer, die man teilweise nach eigenen Interessen gestalten und in die man eigene Ideen einbringen kann. Damit bleibt viel Spielraum für kreatives Arbeiten. Am meisten Befriedigung erhält man jedoch, wenn man bei den Schülern die Begeisterung für Technik wecken kann und wenn man sieht, wie sie lernen die Arbeitsweise von Computern zu verstehen.


Bild von DI Gernot Reisinger Dipl.-Ing. Gernot Reisinger
Technical Director, Comneon electronic technology GmbH & Co. OHG
Sponsion 1992

Im Rahmen des Informatikstudiums und eines Forschungsprojekts an der Universität Linz konnte ich mir fundierte Kenntnisse im Bereich der objektorientierten Softwareentwicklung aneignen. Diese Fähigkeiten flossen ab 1989 direkt in meine Tätigkeit bei einem mittelständischen Softwareunternehmen ein. Unter anderem trug ich dort die technische Verantwortung für die Einführung objektorientierter Programmierung und den Umstieg auf das Betriebssystem Windows.

Im September 2000 ergab sich mit der Gründung der Linzer Niederlassung der Firma Comneon eine neue berufliche Herausforderung. Die Comneon ist eine 100% Tochter von Infineon und erstellt Software für GSM-Mobiltelefone. Als erster Mitarbeiter der Niederlassung in Linz war ich für die administrative und technische Leitung verantwortlich. Unter meiner Leitung entstand das auf den GSM-Mobilfunkbereich spezialisierte Application Framework APOXI. 2003 fokussierte ich mich wegen der rasant wachsenden Aufgaben auf die technische Leitung.

Mittlerweile arbeiten knapp 60 hochqualifizierte Mitarbeiter am Standort Linz. Mehrere Produkte wurden erfolgreich in den Verkauf gebracht. In der täglichen Arbeit kommunizieren wir weltweit mit über einem Dutzend anderer Infineon-Standorte und einer Vielzahl von Partnerfirmen und Kunden vor allem in Asien. Gerade diese internationale Ausrichtung und die Herausforderung, die technische Weiterentwicklung an vorderster Front mitgestalten zu können, empfinde ich als die spannendsten Elemente meiner Tätigkeit.


Bild von DI Dr. Markus Schutti Dipl.-Ing. Dr. Markus Schutti
Prokurist DICE GmbH & Co KG, Linz
Sponsion 1995, Promotion 1999

Das Informatikstudium in Linz ermöglicht eine Fokussierung auf die Hardware. Als HTL-Absolvent hat mich der Bereich Mikroelektronik schon immer fasziniert, und diese Schwerpunktsetzung ebnete mir den Weg zum Institut für Integrierte Schaltungen, wo ich mich 5 Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit dem Entwurf von komplexen digitalen Schaltkreisen beschäftigte. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Chips und Komponenten basierend auf einer speziellen Entwurfsmethode mit der Hardware-Beschreibungssprache VHDL.

Mit dem Einstieg in die Firma DICE, die nun schon weit über 100 hoch qualifizierte Mitarbeiter beschäftigt, wandelte sich mein Tätigkeitsprofil hin zur Koordination mehrerer Projekte und zur Steuerung der gesamten Entwicklungsleistung. Die Firma DICE entwickelt im Auftrag von Infineon Technologies Halbleiter-Chips vorwiegend für den Bereich Wireless (Mobile Phones) und Automotive.

Daneben bin ich als externer Lektor an der FH Hagenberg und zeitweise als Lehrbeauftragter an der JKU tätig. Das Informatik-Studium hat mir das Wissen vermittelt, wie mit komplexen Zusammenhängen effizient umzugehen ist.


Bild von DI Christa Schwanninger Dipl.-Ing. Christa Schwanninger
Senior Research Scientist bei Siemens AG in Erlangen
Sponsion 1995

Ich arbeite für die Corporate Technology Forschungsabteilung der Siemens AG in Erlangen. Zusammen mit 200 Kolleginnen und Kollegen bin ich dafür zuständig, neue Software-Technologien für die verschiedenen Bereiche des Konzerns zu erschließen - ein Konzern, der immerhin mehr als 400 000 Mitarbeiter in 3 großen Sektoren, Health, Industry und Energy, geschäftigt. Siemens hat ungefähr so viele Softwareentwickler wie Microsoft.

Die Wanderung auf dem Grat zwischen Forschung und Praxis macht es möglich, einerseits in internationalen Forschungsgemeinschaften integriert zu sein und andererseits an der Entwicklung konkreter Produkte mitzuarbeiten. Das gilt besonders für die Themen, die mir im Moment am wichtigsten sind, Product Line Engineering und Software Architekturen. Tagtäglich arbeite ich einerseits mit Unterstützung ausgezeichneter Doktoranden und Diplomanden an innovativen Konzepten, die auf internationalen Konferenzen vorgestellt werden. Andererseits unterstütze ich Produktentwicklungsgruppen dabei, neue Techniken und Vorgehensweisen zu lernen und sehe, wo sich Theorie und Praxis decken. Mein Beruf hat nach 14 Jahren nichts vom Reiz verloren.


Bild von Mag. DI Dr. Hermann Sikora Hon.-Prof. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Hermann Sikora
Direktor, Geschäftsführer der Unternehmen der GRZ IT Gruppe
Sponsionen 1987, 1990, Promotion 1992

Hermann Sikora ist Geschäftsführer der Unternehmen der GRZ IT Gruppe, die mit rund 600 MitarbeiterInnen (davon ca. 500 am Standort Linz) zu den größten und erfolgreichsten IT-Dienstleistern Österreichs zählt und primär IT-Komplettlösungen für Banken jeder Größenordnung entwickelt und serviciert.

"Mich reizt an meinem Beruf, dass ich alle Aspekte der Entwicklung eines Software-Produktes oder einer IT-Dienstleistung in einer Management-Position begleiten kann. Kundenkontakt, Teamarbeit, Projektmanagement, Planung, Organisation, Strategie- und Personal-Entwicklung, Controlling, Führung - alles Themen, mit denen ich täglich beschäftigt bin. Das Informatik-Studium war der erste Baustein dafür, diese Aufgaben auch erfolgreich bewältigen zu können. Die Branchenunabhängigkeit des Informatik-Studiums war und ist ein großer Vorteil dieses zukunftsträchtigen Ausbildungsweges."

Neben seinem Hauptberuf ist Hermann Sikora u. a. Honorarprofessor an der Universität Linz, Aufsichtsrats-/Beiratsmitglied verschiedener Informatik-Firmen und -Institutionen, Autor von Fachpublikationen sowie Vortragender auf internationalen Konferenzen.


Bild von DI Dr. Christoph Steindl Dipl.-Ing. Dr. Christoph Steindl
Geschäftsführer der Catalysts GmbH
Sponsion 1995, Promotion 1999

Nach meinem Studium ging ich zu IBM Österreich, wo ich sehr schnell merkte, wie herausfordernd Kundenprojekte sein können. Zum Glück hatte ich ein Leben lang trainiert, viel und schnell zu lernen. 5 Jahre später war ich um viele Erfahrungen reicher - technisch und fachlich, im Umgang mit Kunden und mit Kollegen, beim Führen von Teams usw. Für mich war das dann der Zeitpunkt, mit der Gründung von Catalysts den nächsten Schritt zu gehen. Wieder gab's viel zu lernen - rechtlich, organisatorisch, im Marketing und Vertrieb usw. Mittlerweile haben wir neben dem exzellenten Team in Österreich auch eine Niederlassung in Nepal und entwickeln Software in verteilten Teams auf agile Art. Mal schauen, ob uns in ein paar Jahren jeder kennt ...

Die interessantesten Dinge, die mir im Berufsleben so unterkommen, verpacke ich alle paar Semester in eine neue Lehrveranstaltung. So schließt sich der Kreis von der Uni zur Wirtschaft zurück zur Uni, wenn auch nur für einige Tage im Jahr.


Bild von DI Andrea Tutschek Dipl.-Ing. Andrea Tutschek
Software Engineer, Emporia Telecom, Linz/Shenzhen
Sponsion 2007

Auf Grund meines Interesses für (digitale) Fotografie, Bildbearbeitung und mobile Computer begann ich ein Informatikstudium an der JKU und spezialisierte mich im zweiten Abschnitt auf die Bereiche Embedded & Pervasive Computing. Während des Studiums nutzte ich die Chance eines IAESTE-Praktikums, um als Abschluss meiner Uni-Karriere 10 Monate in Cambridge (Kodak European Research) in einem internationalen Umfeld zu arbeiten und weitere Erfahrungen in den Gebieten Bildverarbeitung und mobile Computer zu sammeln.

Seit Sommer 2007 arbeite ich im Entwicklerteam der Linzer Telekommunikationsfirma Emporia, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Mobiltelefone für die Bedürfnisse älterer Menschen zu entwickeln. Mein Arbeitsplatz befindet sich derzeit in Shenzhen (China), wo ich mir einen Überblick über die Entwicklung und Produktion unserer Handys verschaffe, um zukünftig von Österreich aus an neuen Projekten im Bereich Mobiltelefone für besondere Ansprüche (u.a. im Medizinbereich) arbeiten zu können.

Seit meinem ersten Handy (vor ca. 10 Jahren) bin ich von diesen kleinen Computern fasziniert. Auf der Uni lernte ich die Technologien dahinter kennen und in verschiedenen Projekten mit den Geräten zu arbeiten. Und heute kann ich selbst bei der Entwicklung von neuen Handys mitwirken.


Bild von Dr. Maria A. Wimmer Univ.-Prof. Dr. Maria A. Wimmer
Professorin für E-Government am Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik der Universität Koblenz-Landau
Sponsion 1997, Promotion 2000, Habil 2003

Maria Wimmer widmet sich seit ihrer Promotion dem Einsatz von IKT im öffentlichen Sektor. Anfangs forschte und lehrte sie an der Universität Linz am Institut für Informatik in Wirtschaft und Verwaltung. 2004-2005 wechselte sie ins österreichische Bundeskanzleramt und widmete sich der Herausforderung, Informationssysteme verschiedener Behörden durch Standards, Architekturen und Kommunikationsschnittstellen zu vernetzen.

Im November 2005 wurde sie an die Universität Koblenz-Landau berufen. Sie vermittelt einerseit Methoden und Techniken der Analyse und Modellierung von Informationssystemen. Andererseits lehrt und forscht sie an Anwendungen der IKT im Kontext von E-Government und E-Partizipation. Sie ist in eine Vielzahl an EU-Forschungsprojekten involviert.

Maria Wimmer sagt: "Das Spannende in meinem Bereich ist, dass die Informatik so viele Möglichkeiten bietet, um alte Verwaltungsstrukturen und Aktenläufe zu verbessern und komplexe Gesetzestexte sinnvoll aufzubereiten. Insbesondere die Herausforderungen des Binnenmarktes der EU sichern weiterhin eine Fülle an komplexen Aufgabenstellungen für die Wissenschaft."